Review: LED Lenser H7

Flutlicht für 'nen schmalen Taler

Hurra Hurra, der Winter ist da. Oder auch nicht. An machen Spots mag das Verschwinden der Blätter einen besseren Überblick und mehr Sicherheit geben, an den meisten sorgt das Abwerfen von Eicheln, Bucheckern oder Kastanien eher für Unmut. Dazu kommt, dass es sehr früh dunkel wird. Das verkürzt die Sessions ungemein und verwandelt den Heimweg zum Spießrutenlauf. Vor einiger Zeit stand ich vor genau diesem Problem und habe mir nach einer umfangreichen Recherche die LED Lenser H7 zugelegt.

Lieferumfang

Neben der Lampe selbst gibt es 3 AAA Batterien, damit man sofort loslegen kann. Außerdem liegt eine praktische Transport- und Schutzhülle aus Neopren bei, die man mittels einer Schlaufe am Gürtel befestigen kann, in der Regel aber in den Rucksack schmeißt.

Spezifikationen

  • 1 ultrahelle Cree-LED
  • Gewicht: 123 g (mit Batterien)
  • Lumen: 180 lm *
  • Batterien: 3x AAA
  • Leuchtdauer: 85 h**
  • Leuchtweite: 140 m*
  • spritzwassergeschützt
  • UVP: 59,90 EUR

* Angabe des Herstellers, neue Batterien, volle Stärke. Angaben stimmen mit eigenen Tests überein.
** Angabe des Herstellers, neue Batterien, niedrigste Stärke. Angaben stimmen mit eigenen Tests überein.

Features

Am Batteriefach kann man über einen großen Hebel die Leuchtstärke einstellen, an der Lampe selbst den Fokus. Weiterhin ist die Kopflampe winkelverstellbar.

Helligkeitsregler
Spot/ Fernlicht
Breiter Lichtkegel/ Nahbereich

Pro und Contra

So viel Licht zu dem niedrigen Preis gibt es bei den Mitbewerbern nicht. Laut Liste soll die Lampe knapp 60 EUR kosten, in der Realität ist sie in vielen Shops schon ab 35 EUR erhältlich. Für 15 EUR mehr erhält man die aufladbare Akkuvariante H7R.

Negativ fällt auf, dass keine Fixierungselemente für die Befestigung am Helm vorhanden sind. Entweder die Lampe sitzt sicher am Helm (TSG-Helme mit leicht gummierter Oberfläche machen hier eine gute Figur) oder man muss sich selbst mit Kabelbinden o.ä. helfen.

Die Winkelverstellung soll laut Recherche im Netz nach und nach verschleißen. Dadurch soll sich die Lampe bei Vibrationen verstellen. Dieses Problem konnt ich in den letzten zwei Jahren intensiver Nutzung jedoch nicht reproduzieren.

Insgesamt ist die Verarbeitung der gesamten Kopflampe sehr sauber und wertig. Die gummierte Batterieabdeckung schließt dicht und weder Regenschauer oder Abstürze konnten Defekte hervorrufen.

 

Batteriefach

Die Helligkeit und der Fokus sind auch mit Slide-Handschuhen gut zu bedienen, zum An- und Ausschalten müssen die Handschuhe abgelegt werden. Dafür ist der versenkte Knopf einfach zu klein. Das Verstellen des Winkels funktioniert auch mit Handschuhen bei der Fahrt anstandslos und zuverlässig.

Fazit

Die LED Lenser H7 ist ein kraftvolles Flutlicht im unteren Preissegment. Will man mehr, muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für nächtliche Downhill-Runs liefert die Lampe zu wenig Licht. Bei Regen sieht man auf Grund der enormen Helligkeit durch Reflektion der Regentropfen nur noch Sterne. Ihren eigentlich Einsatzzweck verrichtet die Lampe jedoch treu und zuverlässig.

Text  

Friedrich Dungern | fd@lbmagaz.in

Fotos  

Friedrich Dungern | fd@lbmagaz.in

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